Hilflosenentschädigung

Wer bei alltäglichen Lebensverrichtungen die Hilfe anderer Menschen benötigt, ist im Sinne der IV «hilflos» und hat Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Je nach Ausmass der Hilflosigkeit werden drei Schweregrade unterschieden: leicht, mittel und schwer. Die Höhe der monatlichen Hilflosenentschädigung hängt zudem davon ab, ob die versicherte Person in einem Heim oder zu Hause wohnt.

Assistenzbeitrag

Der Assistenzbeitrag ermöglicht es Bezügerinnen und Bezügern einer Hilflosenentschädigung, die auf regelmässige Hilfe angewiesen sind, aber dennoch zu Hause leben, eine Person einzustellen, die die erforderlichen Hilfeleistungen erbringt. Mit dem Assistenzbeitrag soll in erster Linie die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung unterstützt werden.

Beginn und Dauer des Anspruchs

Der Anspruch auf Hilflosenentschädigung entsteht ein Jahr nach Eintritt des Gesundheitsschadens. Voraussetzung ist, dass die versicherte Person ihren Wohnsitz in der Schweiz hat und nicht gleichzeitig der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der Unfall- oder Militärversicherung besteht. Unter gewissen Umständen besteht der Anspruch bereits ab der Geburt. Im AHV-Rentenalter bleibt der Anspruch auf Hilflosenentschädigung in der gleichen Höhe weiter bestehen. Versicherte Personen können ihren Anspruch geltend machen, indem sie bei der IV-Stelle ihres Wohnsitzkantons das Anmeldeformular für Hilflosenentschädigung einreichen.

Anspruch von Minderjährigen auf Hilflosenentschädigung

Die IV-Stellen berücksichtigen bei Minderjährigen den Mehrbedarf an Hilfeleistung im Vergleich zu Kindern ohne Behinderung. Im ersten Lebensjahr entsteht der Anspruch, sobald voraussichtlich während mehr als zwölf Monaten eine Hilflosigkeit besteht. Minderjährige haben nur an den Tagen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung, an denen sie sich nicht in einer Institution zur Durchführung von Eingliederungsmassnahmen oder in einer Heilanstalt aufhalten.

Wenn Minderjährige mit Behinderungen im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern ohne gesundheitliche Einschränkung im Tagesdurchschnitt eine zusätzliche Betreuung von mindestens vier Stunden benötigen, haben sie unter gewissen Voraussetzungen Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag. Der Zuschlag wird für diejenigen Tage ausgerichtet, an denen das Kind nicht in einem Heim übernachtet. Die Höhe des Zuschlags richtet sich nach dem Betreuungsaufwand.